"Haben Sie nicht ein Aupair aus der EU?"

Diese Frage wird mir derzeit täglich gestellt. Die Idee ist naheliegend: Aupairs aus beispielsweise Italien dürfen (Stand heute) einreisen. Sie benötigen dazu kein Visa und könnten vor der Einreise einen Coronatest machen. 

Die Realität schaut allerdings anders aus: Viele Herkunftsorte sind derzeit Risikogebiet. Viele Orte in Deutschland sind ebenfalls Risikogebiet aus Sicht der Einreisenden. In vielen Familien gibt es schutzbedürftige Risikopatienten. Die Reisebereitschaft von Aupairs aus der EU ist derzeit verständlicherweise nicht besonders hoch. Schließlich drohen auch Ausgangssperren und Grenzschließungen. Das Risiko ist vielen verständlicherweise zu hoch. Obwohl ich der Meinung bin, dass man ebenso einen kulturellen Austausch mit einer Gastfamilie daheim erleben kann, kann keiner den Aupairs aus EU verübeln, erst einmal abzuwarten zu wollen. Die Aupairs aus Nicht-EU-Länder hingegen möchten und würden sofort einreisen, wenn die Lockerungen wahr gemacht werden.  

Neben diesem aktuellen Hindernis bleibt immerauch das grundsätzliche Problem. Ich habe das in einem früheren Beitrag unter dem Titel "Die Suche nach Mary Poppins" zusammengefasst. Sehr überspitzt formuliert sucht meist eine Familie mit zwei bis drei Kindern, ländlich lebend, ein Aupair aus Europa für einen Aufenthaltszeitraum von zwölf Monaten. Die Aupairs aus Europa suchen nun aber meist Famlien mit einem Kind in einer Metropole für einen Aufenthalt von drei oder sechs Monaten. Hier passen Angebot und Nachfrage einfach nicht zueinander. Ich und viele andere Agenturen oder Plattformen haben schon oft versucht, daran etwas zu ändern oder eben doch eine Gemeinsamkeit zu finden. In den wenigsten Fällen mit Erfolg. 

Nein, ich habe meist keine Bewerberinnen aus der EU. Es ist die absolute Ausnahme.

In diesem Zusammenhang:

Wie wähle ich meine Bewerber/innen aus? 

Ich habe meine Bewerber/innen von meinen verschiedenen Partneragenturen und führe vor der Vermittlung der Aupairs viele Gespräche mit ihnen. Ich schreibe eine Kennenlernenphase von 1-3 Monaten mit den potentiellen Aupairs vor, bevor diese von mir weiervermittelt werden. Leider bringen die Aupairs aus EU diese Zeit nicht mit, weil sie sofort vermittelt werden möchten. 

In den wenigen Fällen, in denen ich Bewerber/innen aus EU hatte, haben diese Mädchen die Geduld aufgebracht, von mir in Ruhe belehrt zu werden um somit mit gutem Gewissen  anschließend von mir vermittelt zu werden.

Wie sieht diese Kennenlernenphase aus? 

Sobald ich mit den potentiellen Aupairs in Kontakt bin, vereinbare ich ein Mal pro Woche bzw. alle zwei Wochen einen Gesprächstermin mit ihnen, um sie nähe kennenzulernen. Ich habe eine WhatsApp-Gruppe, in die sie aufgenommen werden und ein täglicher Konkakt stattfindet. Während unseren Video-Gesprächen, versuche ich so gut es geht, die Interessen bzw. die Motvationen der Bewerber/innen zu verstehen und ebenso das Ziel des Aupair-Programms zu übermittelt.

Da ich auch Mutter bin und jahrelang Gastmutter war, verlasse ich mich sehr gerne auf mein Bauchgefühl und wähle dementsprechend meine Bewerber/innen aus. Wenn ein Mädchen/Junge diese Kennenlernenzeit nicht mitbringt, gehe ich den Vertrag mit der Person nicht ein. Ich bin der Meinung, dass "Aupair werden", eine bestimmte Vorbereitung und Reife mit sich bringt.

 

Tel. +49(0)721-47042471

info@aupair-connect.de

Im Notfall:

Kostenfreie Notfallnummern der Telefonseelsorge:

0800 - 111 0 111 und

0800 - 111 0 222

Versicherungen für AuPairs:

AuPair-Connect

Sandrine Link
Siemensstr. 34
76327 Pfinztal

 

Erreichbarkeit:

Sa. 7.00 Uhr bis 12.00 Uhr 

Ansonsten nach Vereinbarung per E-Mail täglich von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr unter:

info@aupair-connect.de

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