"Angebot & Nachfrage" oder: Der schwierigste Teil meiner Arbeit:

 

19. Sep 2016

 Täglich erreichen mich solche oder so ähnliche Anfragen von Gastfamilien:

 

"Guten Tag,
Wir sind eine Familie mit drei Kindern und suchen ein Au-pair. Wir wohnen ländlich in einem schönen Haus. Wir suchen ein Mädchen aus England oder Amerika das mit den Kindern Englisch sprechen kann. Das Mädchen sollte aufgrund der Entfernungen hier einen Führerschein haben und sehr viel Erfahrung mit Kindern mitbringen. Um eine gute Bindung zu den Kindern aufzubauen sollte das Au-pair mindestens 12 Monate bleiben".

 

Alternativ werden ebenfalls oft Mädchen aus Frankreich gesucht, die mit den Kindern Französisch sprechen sollen. Meist endet die Anfrage auch mit dem Satz: "Eine Bewerberin aus anderen EU-Staaten wie Italien oder Spanien wäre auch super".

 

Hier sehen Sie mein Dilemma...

Etwas überspitz formuliert schaut es so aus: Eine Familie wohnt im Nirgendwo in Südbaden und sucht ein Mary Poppins aus Paris. Die soll dann auch 1 Jahr im Nirgendwo (geradeso etwa 10 Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt) bei der Familie wohnen und sich in ihrer Freizeit an der schönen Natur erfreuen, da der freie Tag kaum dafür reicht, einen Ausflug in eine Großstadt zu machen.

 

Liebe Familien, auch für Au-pair-Verhältnisse gilt das Gesetz von Angebot & Nachfrage. An Angeboten dieser Art von Gastfamilien mangelt es jedenfalls nicht. Die Nachfrage ist das Problem.

 

Was ich hier zugegebenermaßen sehr vereinfacht und überzogen darstelle ist der Grund, warum ich meist nur Mädchen aus Ländern außerhalb der EU vermittle. Mädchen aus der EU suchen meist Aufenthalte von drei Monaten, vorwiegend in München, Berlin oder Hamburg bei Familien mit 1 bis maximal zwei Kindern. Wenn es nicht wie geplant läuft zögern Mädchen aus Italien oder Spanien auch nicht lange damit, Hals über Kopf die Heimreise anzutreten. Das ist nicht das, was die meisten Familien suchen, die sich bei mir melden.

 

Es gibt aber Kompromisslösungen, wie z.B. Bewerberinnen aus der Elfenbeinküste mit akzentfreiem Französisch, die eine Gastfamilie für ein Jahr suchen und auch vor großen Familien nicht zurückscheuen. Oder das Au-pair aus China mit Führerschein, das mit den Kindern die Mathematik-Hausaufgabe macht. Natürlich gibt es auch immer wieder mal Bewerberinnen aus der EU. Um den Anfragen der Gastfamilien aber schnell und zuverlässig nachkommen zu können, vermittele ich hauptsächlich aus Drittländern wie China, Elfenbeinküste, Nepal oder Georgien.

 

 

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