Das Visaverfahren

10. Sep. 2019 

Wie läuft das Visumverfahren ab und warum dauert das manchmal so lange?

Ich wäre reich, wenn ich für die folgende E-Mail jedesmal einen Euro bekommen würde: „Guten Tag, leider hat unser Au-pair kein Visum bekommen. Ich benötige ein Mädchen, das sofort beginnen kann“. Doch warum ist das Visumverfahren so eine große Hürde?

1. Hürde: Die Terminbuchung

Die meisten Botschaften vergeben nur noch Termine über eine Onlineplattform. Dabei sind immer nur bestimmte Zeitkontingente frei. Das hat einen ähnlichen Effekt, wie man hierzulande nur von Zulassungsstellen kennt: Geschäftsmänner buchen alle Termine und verkaufen diese dann teuer weiter. Ebenso blockieren manche Au-pairs die Termine, obwohl sie noch gar keinen Vertrag mit einer Familie haben. 

2. Hürde: Das Interview

Das Au-pair übergibt die Verträge im Original und wird interviewt. Es werden Fragen über den bisherigen Lebenslauf und die geplante Zeit in Deutschland gestellt. Die Mitarbeiter machen sich ein Bild der Bewerber und deren Motivation.

3. Hürde: Die Ersteinschätzungen der Botschaft

Die Verträge und die Zeugnisse des Au-pairs werden von der Botschaft überprüft. Werden Unstimmigkeiten entdeckt, oder wenn der Botschaftsmitarbeiter keinen positiven Eindruck aus dem Interview hatte, wird der Antrag nach kurzer Zeit abgelehnt.

Sollte das Aupair einen guten Eindruck hinterlassen haben, wird der Antrag zur weiteren Bearbeitung nach Deutschland an die Bundesagentur für Arbeit zur Überprüfung der Gastfamilie weitergeleitet.

4. Hürde: Antragsbearbeitung der Bundesagentur für Arbeit

Nun ist die Überprüfung der Gastfamilie an der Reihe. Hier wird das „Bestehen“ der Familie überprüft, um sicher zu sein, dass es sich nicht um eine frei erfundene Familie handelt. Zur Überprüfung der Gastfamilie wird meistens ein Schreiben an die Familie geschickt. Nach dem Erhalt der Antwort schickt die Bundesagentur für Arbeit meistens eine positive Antwort zurück an die Botschaft. 

Wird diese Antwort nicht innerhalb der eingeräumten Frist an die Bundesagentur zurück gesendet, wird das Verfahren abgeschlossen und das Visum abgelehnt. Die Entscheidung geht an die Botschaft zurück und das Visum wird abgelehnt. Dann bleibt nur einen Widerspruch einlegen oder das Verfahren komplett neu anzufangen. 

5. Finale Bearbeitung bei der Botschaft

Die Botschaft erstellt daraufhin ein Visa für zumeist 3 bis 6 Monate (je nach Land) und ruft das Au-pair zur Abholung des Visums an.

6. Länderbesonderheiten

Je nach Herkunftsland des Au-pair kann es zusätzliche Stufen geben. Möglich ist der Abgleich der Fingerabdrücke mit deutschen Strafverfolgungsbehörden, zusätzliche Interviews nach der Einreise mit Sicherheitsbehörden und so weiter.

Zeitlicher Rahmen 

Sicher können Sie sich nun vorstellen, warum man sicherheitshalber 8 bis 12 Wochen dafür einplanen sollte. Die Urlaubs- und Krankheitssituationen in den Botschaften und Behörden spielen natürlich auch eine Rolle. 

Servicebewertung

Wo man hier schon von Ämtern und Behörden im Vergleich zu früher ungeahnte Bürgernähe wahrnimmt, da ist man bei  manchen Botschaften meilenweit entfernt.  

Anfragen über einen Vorgang läuft meist so ab: Die erste Anfrage wird beantwortet mit „…aus datenschutzrechtlichen Gründen…“. Und das, obwohl Vollmachten vorliegen und diese mit den Verträgen und der Anfrage übergeben wurden. Die zweite Anfrage wird beantwortet mit „..innerhalb der üblichen Bearbeitungszeit von 3 Monaten bitten wir von Rückfragen abzusehen…“ und so weiter.

Fazit

Das Verfahren sollte unbedingt rechtzeitig gestartet werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Ich bereite Sie vor und unterstütze Sie und das Au-pair während des gesamten Verfahrens intensiv und transparent.

 

 

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